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Gemeinschaft und Naturschutz leben!

SPD Senden tauscht sich mit Kleingärtnern aus

„Blühende Landschaften“ hat einst ein ehemaliger Bundeskanzler versprochen – die Gartenfreunde Senden setzen sie im wahrsten Sinne des Wortes um. Mit ihren 52 Parzellen leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zur Artenvielfalt und sind gleichzeitig ein Kleinod der Erholung und des Naturschutzes. Diesen Eindruck gewannen der SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka und Vertreter des SPD-Ortsvereins Senden am vergangenen Donnerstag (02.Mai) bei einem gemeinsamen Rundgang in der Kleingartensiedlung. Stinka, der zudem umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion ist, hatte zu einem kreisweiten „Aktionstag Artenvielfalt“ aufgerufen. Über die Arbeit der Kleingärtner berichteten der Vorsitzende Sergej Wagenleitner und zwei weitere Vertreter. Die Sozialdemokraten fragten interessiert nach. Die reinen Hobbygärtner kommen aus Senden und der näheren Umgebung. Auf der Warteliste stehen rund 50 weitere Interessierte. Das Vereinsleben wird durch die Gemeinschaft von „Jung und Alt“ geprägt. Vor allem junge Familien mit Kindern haben einen Generationenwechsel eingeleitet. Dieses Generationswohnen und die gegenseitige Rücksichtnahme sind den Mitgliedern besonders wichtig. Für Gemeinschaftsarbeiten engagieren sich alle Mitglieder jeweils mindestens 12 Stunden/Jahr und sammeln beim „Umwelttag“ Müll vom Parkplatz vor der Anlage und vom benachbarten Waldstück. Stinka lobte diesen umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz: „Hier wird Gesellschaft gelebt und Ehrenamt mit Naturschutz verbunden“. Alle Gärten sind rein ökologisch, auf chemische Dünger wird bewusst verzichtet. Im wahrsten Sinne also Natur pur. Neben den Bepflanzungen in den Parzellen gibt es auf dem Vereinsgelände Blumenwiesen, ein Insektenhotel, einen Fledermauskasten sowie Apfelbäume. Mittlerweile haben auch Bienenvölker hier ihr zu Hause gefunden. Passend dazu steht „Hummeln sind die Zeppeline unter den Bienen“ auf einer Infotafel. „Wir wollen ökologisch bleiben, doch es fehlt ein dauerhafter Anschluss an das Stromnetz“, betonte Wagenleitner. Das ärgert die Kleingärtner. Zwar verfügen die Parzellen oft über Photovoltaik, jedoch reicht diese oft nur zur Beleuchtung der Kleingartenhäuschen. Bisher werden zum Heizen oder Betreiben elektrischer Geräte Generatoren genutzt, was dem Einsatz für Nachhaltigkeit im Weg steht. Daher ist den Kleingärtnern eine Lösung sehr wichtig. Stinka und die hiesigen Sozialdemokraten machten deutlich, dass sie sich um dieses Anliegen kümmern werden und nachhaken. Zum Abschluss fand ein intensiver Austausch im Gemeinschaftshaus statt. Die Kleingärtner hatten bei Kaffee und Kuchen für einen gemütlichen Rahmen gesorgt. Stinka stellte einen Antrag der SPD im Landtag zur finanziellen Unterstützung von Kleingärtnern vor. Kleingärten als Naherholungsgebiete im Bestand zu schützen und jedem die Möglichkeit auf eine „kleine Oase im Grünen“ zu geben, sei wichtig so Stinka. In vielen Städten drohen die Gärten vom Wohnungsbau verdrängt zu werden. Gleichzeitig waren sich die Anwesenden über die Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum einig. Das komme auch im Kreis Coesfeld zu kurz. In Senden ist bezahlbarer Wohnraum zunehmend rückläufig. Daher fordern die Sozialdemokraten wieder eine Kreissiedlungsgesellschaft . Auch über öffentliche oder anderweitige Trägerschaften (Genossenschaft) sollte diskutiert werden. Dies könne baulich besser ins Wohnumfeld eingebettet werden als es z.B. für den Buskamp angedacht war. Wagenleitner dankte für den Besuch und hofft auf weitere Zusammenarbeit. Dies unterstrich Stinka. Stellvertretend für die Sendener Sozialdemokraten betonte der Ortsvereinsvorsitzende Jan-Peter Klingelhöfer, dass man sich freue, den Dialog fortzusetzen und übergab abschließend kleine Tütchen mit bienenfreundlichen Blühmischungen. In diesem Zusammenhang lobte Stinka das breite Engagement von Initiativen in Senden und dem restlichen Kreis.

 

Die Vertreter der Gartenfreunde Senden und der Sozialdemokraten trafen sich zum Austausch im grünen Kleinod. Aus dem Artikel: Sergej Wagenleitner (2.v.l.; Vorsitzender Gartenfreunde), André Stinka (3.v.l.; SPD-Landtagsabgeordneter für den Kreis Coesfeld); Jan-Peter Klingelhöfer (2.v.r.; Vorsitzender SPD-Ortsverein Senden). Foto: Christina Borggräfe/SPD

 

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